Millioneninvestitionen in Sicherheit

Gruppeninspektor Kurt Maitz, Bezirksinspektor Roland Sterlinger, Chefinspektor Matthias Schlacher, GR Klaus Wallner und BGM Gerald Schmid.

Die Stadtgemeinde Knittelfeld stellte gemeinsam mit Vertretern der Polizeiinspektion Knittelfeld zahlreiche Maßnahmen, die zu erhöhtem Schutz in den Bereichen Verkehr, Schulweg, Überwachung und Infrastruktur geführt haben, vor. Auch die Verkehrs- und Kriminalstatistik wurde präsentiert.

Vieles ist bereits umgesetzt und einiges wird in nächster Zeit noch realisiert. Mit GR Klaus Wallner, war Knittelfeld die erste steirische Gemeinde, die einen Sicherheitsreferenten installiert hatte. Mit ihm steht die Gemeinde in ständiger Verbindung mit den Blaulichtorganisationen. Unter anderem mit der Polizei, die die Anliegen der Stadt tatkräftig unterstützt. Die gute Zusammenarbeit mit der Exekutive ist eine wesentliche Voraussetzung für eine verbesserte Sicherheitslage.

Brandschutz für Schulen
Die Stadtgemeinde investiert insgesamt 2,5 Millionen Euro in Brandschutzmaßnahmen und Verbesserungen der Knittelfelder Schulen. In einem Dreijahres-Projekt werden Fluchtwege adaptiert, Brandschutztüren eingebaut, Notausstiege, Rauchabschlussportale und vieles mehr errichtet. Heuer fließen in die Volksschule Knittelfeld Kärntner, NMS Lindenallee, NMS Rosegger, Schulzentrum und ins Sonderpädagogische Zentrum 1.046.000 Euro.

Förderung für Brandmelder in Liegenschaften
Die Stadtgemeinde bekennt sich zur Vorsorge im Bereich des Brandschutzes und will deshalb die Liegenschaften im Stadtgebiet mit Rauchwarnmeldern in den Kinderzimmern sicherer machen. Die Brandmelder werden für Genossenschaften und private Liegenschaften im Knittelfelder Stadtgebiet gefördert. In den Gemeindewohnungen werden Kinderzimmer ab 2019 mit Rauchwarnmeldern ausgestattet. Das wird von der Stadtgemeinde veranlasst. Für die Mieterinnen und Mieter entstehen keine Kosten, daher entfällt die Förderung. Informationen dazu bei Sicherheitsreferent, Klaus Wallner.

Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen geplant
Ein weiteres Instrument, das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung zu heben, ist die Videoüberwachung an öffentlichen Straßen und Plätzen. Zum Beispiel beim Zugang zum Parkhaus und beim Busbahnhof. Derzeit prüft ein Datenschutzbeauftragter die Standorte.
Security im Schwimmbad
Die Polizei kann nicht alle Bereiche der Überwachung abdecken. Deshalb arbeitet die Stadtgemeinde seit 2016 mit einer Securityfirma zusammen. Patrouilliert wird vor allem in den Sommermonaten bei öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbad, Sportzentrum und temporär auch im Stadtpark. Mit diesen Maßnahmen wurde das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung zweifellos gehoben. Die Überwachung ist auch für heuer angedacht.

Sicherheitsmaßnahmen im Parkhauszugang
Der Zugang vom Hauptplatz zum Parkhaus wird saniert. Eine neue, hellere Beleuchtung soll angebracht und die Wandbeschichtung erneuert werden. Damit attraktiviert man den Durchgang. Auch das Sicherheitsgefühl wird dadurch verbessert.

Verkehrssicherheit in der Kärntner Straße und Radwegkonzept
Um die Verkehrssicherheit in der Kärntner Straße zu verbessern, wird die L518 in einem Teilbereich verändert. Durch eine richtungsgebundene Begleitstraße sollen die Zu- und Abfahrten zu den Handelsbetrieben verringert werden. Auch der Geh- und Radweg im Bereich Wiener Straße/Kärntner Straße soll saniert und eben ausgeführt werden. Unter anderem wird er teilweise neu gebaut sowie eine farbliche Markierung bei bestehenden Einfahrten angebracht. Gefährliche Einfahrten werden geschlossen.

Fahrradsicherheitspark

Damit Kinder und Jugendliche das Radfahren in einem gesicherten Bereich erlernen können, wird ein Fahrradsicherheitspark in der Nähe des Sportzentrums errichtet. Dieses Gelände steht dann auch allen Schulen im Murtal für Fahrradsicherheitstrainings offen.

Begegnungszone am Hauptplatz, 20 km/h Geschwindigkeit
Neu am Hauptplatz ist die Begegnungszone. Deren Grundgedanke ist die gemeinsame Nutzung aller VerkehrsteilnehmerInnen auf Basis gegenseitiger Rücksichtnahme. In diesen Zonen dürfen FahrzeuglenkerInnen, FußgängerInnen und RadfahrerInnen weder gefährden noch behindern. Die Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h ist einzuhalten.

Initiativen gegen Schnellfahren
Die Stadtgemeinde hat zahlreiche Initiativen gegen Schnellfahren sowie Verkehrsberuhigungsmaßnahmen gesetzt. Das mobile Geschwindigkeitsdisplay und das Radar werden individuell eingesetzt. Die Messungen werden ausgewertet, wenn notwendig, kontrolliert die Exekutive dann verstärkt in diesen Straßenzügen. Es wird aber auch auf Bewusstseinsbildung mit Plakaten, Verkehrsmännchen und dergleichen gesetzt. Ein Radarkasten im Ortsteil Apfelberg hat sich bewährt, in der Seckauer Straße wird eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h verordnet.

Sicherer Schulweg
Seit Jahren setzt die Stadtgemeinde vor und zu Schulbeginn zahlreiche Initiativen wie sich Kinder auf dem Schulweg verhalten sollen: Zum Beispiel besucht Bürgermeister Gerald Schmid gemeinsam mit der Polizei die Erstklassler. Zusätzlich gibt es eine Infobroschüre, ein Reflektorarmband und Verkehrssicherheitstraining. Eine kindgerechte Gehsteigkennzeichnung bei Schulen und Kindergärten sowie Schulwegpolizisten sorgen ebenso für Sicherheit.

Das Netzwerk „Jung sein in Knittelfeld“
Das Netzwerk „Jung sein in Knittelfeld“  wurde 2013 aufgrund mehrerer Vorfälle von Jugenddelikten gegründet. Es besteht aus Trägerorganisationen, Vereinen, Behörden und Institutionen, die mit Kindern und Jugendlichen und ihren AnsprechpartnerInnen und BegleiterInnen arbeiten. Organisiert und koordiniert wird es  vom Büro Kinder, Jugend und Familie der Stadtgemeinde Knittelfeld.
Etwa 25 Institutionen (Zahl der TeilnehmerInnen variiert) sind aktiv im Netzwerk tätig und kooperieren miteinander. Man findet darunter ExpertInnen aus der offenen Jugendarbeit, Jugendwohlfahrt, Pädagoginnen, usw. Das Ziel ist Vernetzung, Austausch, Bündelung von Ressourcen und Wissen sowie die Bereitstellung von präventiven Workshops, Vorträgen für Schulen und Kindergärten aus Knittelfeld.

Bestätigt: Auszeichnung sichere Stadt
Knittelfeld wurde 2018 beim Infrastrukturwettbewerb vom TÜV-Austria und der Wiener Zeitung als zweitsicherste Gemeinde Österreichs ausgezeichnet. 2016 bekam die Stadtgemeinde den österreichischen Verkehrssicherheitspreis „Aquila 2016“ verliehen.

Delikte gehen zurück
Erfreuliches hatten auch die Vertreter der Polizeiinspektion Knittelfeld, Chefinspektor Matthias Schlacher, Bezirksinspektor Roland Sterlinger und Gruppeninspektor Kurt Maitz zu berichten. Die Delikte sind seit 2015 zurückgegangen. Waren es vor vier Jahren noch 894, so konnten im Vorjahr 776 Straftaten verzeichnet werden. Die Einbrüche sind ebenfalls rückläufig. Im Murtal beträgt die Aufklärungsquote 60 Prozent. Mit was die Mitarbeiter der Polizei allerdings zu kämpfen haben sind Gerüchte und falsche Meldungen in den sozialen Medien. Diese verbreiten sich rasch und verunsichern die Bevölkerung. Die Polizei appelliert. „Wenn Vergehen wahrgenommen werden, bitte die Polizei kontaktieren“. Die Internetkriminalität steigt an, wie man sich vor Betrügern im Netz schützen kann, dazu gibt die Polizei bei einem eigenen Vortrag Auskunft.

Schwerpunktkontrollen im Verkehr
Gegenüber dem Vorjahr ist auch die Anzahl der Verkehrsunfälle zurückgegangen. 512 waren es 2018, davon war der höchste Anteil nur Sachschaden. 15 Unfälle waren mit Alkoholbeteiligung, das sind geringe 3 Prozent. Zurückzuführen ist das auch auf die regelmäßigen Kontrollen, vor allen das Planquadrat in der Nacht zeigt Wirkung. Voriges Jahr hatte Knittelfeld keinen Verkehrstoten zu verzeichnen. Mit dem Frühjahr sind auch die Motorradfahrer wieder unterwegs. Wer sich nach der langen Winterpause unsicher fühlt, sollte einen Fahrtechnikkurs belegen, so die Vertreter der Polizei.


02.04.2019