Was, wann, wo in Knittelfeld?

Februar 2020
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Pressekonferenz zum Thema: "Zukunftsstadt Knittelfeld soll Vorbild bei BürgerInnenbeteiligung sein."

Eines der wichtigsten Vorhaben der nächsten Jahre ist die Beteiligung der Knittelfelder Bürgerinnen und Bürger an wesentlichen Entscheidungen und Projekten der Stadt. Die Zukunftsstadt Knittelfeld ist ein Gemeinschaftsprojekt. Für heuer sind zwei wesentliche Vorhaben definiert: das BürgerInnenbudget und die Weiterführung des Stadtentwicklungsprozesses „Gestalten wir Zukunft“.

„Die Zukunft einer Stadt kann niemand alleine gestalten. Das geht nur gemeinsam. Deshalb wünsche ich mir, dass sich alle KnittelfelderInnen an der Zukunft unserer Stadt beteiligen. Die BürgerInnen kennen ihre Stadt am besten. Sie wissen, wo der Schuh drückt oder wo wir neue Akzente umsetzen müssen,“ so Harald Bergmann.

Knittelfeld wird Zukunftsstadt – das Stadtentwicklungskonzept 2.0
Die Stadtentwicklungsstrategie „Gestalten wir Zukunft“ ist nunmehr seit fünf Jahren in Kraft. Jetzt gilt es zu überprüfen, welche Ziele und Maßnahmen in welchem Ausmaß umgesetzt wurden und wo es Hindernisse oder Nachholbedarf gibt. Es soll aus den erfolgreichen Umsetzungsjahren gelernt werden, um es noch besser machen zu können. Auch geänderte Rahmenbedingungen können die Ziele und Maßnahmen beeinflussen und Änderungen notwendig machen. Ganz besonders wird darauf geachtet, ob neue Ziele und Maßnahmen für die Stadt aufgenommen und umgesetzt werden.

Die Überarbeitung der Stadtentwicklungsstrategie wird wieder gemeinsam mit den anderen Gemeinderatsfraktionen, Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft, der Verbände, der Vereine, der Stadtverwaltung – aber vor allem gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern – durchgeführt.
Auch die PatInnen der Stadtentwicklung werden eine wichtige Rolle spielen. Sie werden gemeinsam mit dem Stadtforum, das aus VertreterInnen der oben genannten Gruppen zusammengesetzt ist, die Arbeit der letzten Jahre analysieren und neue Thesen für die Zukunft aufstellen.

In Zukunftswerkstätten mit der Bevölkerung sollen mögliche neue Ziele und Projekte definiert werden. Wenn alle Erkenntnisse zusammengeführt sind, wird im Herbst wieder eine große Bevölkerungsbefragung folgen, deren Ergebnisse sowohl das Stadtentwicklungskonzept 2.0 als auch das BürgerInnenbudget 2021 bestimmen werden.
Mit diesem Schritt wird Knittelfeld zur Zukunftsstadt, deren Weg eine breite Mehrheit der Bevölkerung mitgestaltet und trägt.


Das neue BürgerInnenbudget
Bei der Gestaltung der Stadtentwicklungsziele und den daraus folgenden Investitionen sollen alle Knittelfelderinnen und Knittelfelder die Möglichkeit der Mitentscheidung bekommen. Die Vorschläge und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger werden bereits bei der Erstellung der zukünftigen Budgets berücksichtigt werden.

Als erster Schritt in diese Richtung sind im Budgetvoranschlag für dieses Jahr bereits 50.000 Euro für das neue Knittelfelder BürgerInnenbudget vorgesehen. Zusätzliche 10.000 Euro wurden für das Beteiligungsprojekt „#DeinKnittelfeld“ budgetiert, bei dem Jugendliche selbst entscheiden, welche Projekte sie damit gerne umsetzen möchten.

Zusammen mit den PatInnen des Stadtentwicklungsprozesses und VertreterInnen wichtiger Vereine und Einrichtungen wurden sieben Vorschläge für Projekte entwickelt, die mit einem Gesamtbudget von 50.000 Euro umgesetzt werden können. Nun sind alle Wahlberechtigten eingeladen, diese zu bewerten und zu entscheiden, welche Projekte umgesetzt werden sollen.
Die Ergebnisse werden vom Grazer Forschungsinstitut GMK, das den Stadtentwicklungsprozess seit 2014 begleitet, ausgewertet. Bereits im März werden die Ergebnisse bekannt gegeben und welches BürgerInnenprojekt im Jahr 2020 wird umgesetzt.

2020 ist erst der Anfang – Knittelfelder Bevölkerung gestaltet ihr Stadtbudget
Beginnend mit dem Jahr 2021 soll das Budget der Stadtgemeinde von allen Wahlberechtigten beurteilt und mitgestaltet werden. Die Bevölkerung wird also direkt Einfluss auf die Umsetzung der wesentlichen Investitionsvorhaben nehmen können. Knittelfeld wird damit eine Vorreiterrolle bei der direkten Beiteiligung von Bürgerinnen und Bürgern übernehmen.

„Mein Knittelfeld der Zukunft ist eine Stadt, die weit über unsere Region hinaus als besonders lebendige und lebenswerte Stadt wahrgenommen wird. Vor allem durch die starke Einbindung der Bürgerinnen und Bürger soll unsere Stadt Vorbild für andere Gemeinden und Städte sein,“ so Harald Bergmann.

Die folgenden BürgerInnen-Projektestehen zur Wahl:

1. Deine Bühne für DEIN TALENT
Knittelfeld lässt die Stadt zur Bühne werden und bringt so die Kultur in die Mitte der Gesellschaft. Die Stadt soll eine mobile Veranstaltungsbühne ankaufen und diese Knittelfelder Vereinen und Organisationen für Veranstaltungen zur Verfügung stellen. In regelmäßigen Abständen - z. B. einmal im Monat – sollen verschiedene Aufführungen am Hauptplatz stattfinden können. Ob Kabarett, Comedy, Gesang, Kulturfestivals oder Freiluftkino - Knittelfelder Vereine, junge Bands oder andere Veranstalter und Talente sollen in diesem Rahmen die Bühne nutzen und ihre Darbietungen präsentieren können.

2. Initiative „Knittelfeld summt“

Bienen und Schmetterlinge sind wichtig für Umwelt und Landwirtschaft! Um sie zu schützen und das Bewusstsein der Menschen über die wichtige Rolle dieser Insekten zu schärfen, soll es verschiedene Aktivitäten zur Schaffung von Lebensraum geben: die Aufstellung von Bienenstöcken, die Aussaat von Bienen- und Schmetterlingswiesen auf öffentlichen und privaten Flächen, die Pflanzung von 20.000 Wildblumen, Dachbegrünungen usw.

3. Imagekampagne „Mein Herz schlägt für Knittelfeld“
Ziel dieses Projektes ist die Erarbeitung eines Standort-Marketingkonzeptes für die Stadt. Knittelfeld ist eine lebenswerte, attraktive und fortschrittliche Stadt und soll mit all ihren Vorzügen präsentiert werden (leistbare Grundstücke für den Hausbau und leistbare Wohnungen, Kinderbetreuung, Freizeitangebote ...), um so neue BürgerInnen für Knittelfeld zu gewinnen und u. a. auch der Abwanderung der jungen Bevölkerung entgegenzuwirken.

4. Attraktivierung des Schwimmbades
Knittelfeld hat bereits ein sehr schönes Schwimmbad. Das Angebot für Jugendliche sollte aber verbessert werden. Angebotserweiterungen wie etwa Trampolin „Airbag“, Freeleticspark oder die Einrichtung einer Lounge sollen überlegt und dann mit dem BürgerInnenbudget umgesetzt werden.

5. Stadtfest mit heimischen Vereinen
Unter dem Motto „Von Knittelfelder Vereinen für Knittelfelderinnen und Knittelfelder“ soll ein Stadtfest für Jung und Alt veranstaltet werden. Es soll heimische Musikdarbietungen, Kinderanimationen und auch eine „Schmankerlstraße“ mit regionalen Produkten bieten und so attraktiv sein, dass es weit über die Stadtgrenzen hinaus wahrgenommen wird.

6. Echter Eislaufplatz in der Stadt
Ob gemütliches Eislaufen oder rasantes Hockey, wetterunabhängig soll die gekühlte Kunsteisfläche Möglichkeiten für alle Aktivitäten bieten. Das Eislaufen soll kostenlos für Knittelfelder Schulen und BürgerInnen zur Verfügung gestellt werden. Natürlich soll die Eisfläche auch für Privatveranstaltungen wie z. B. Geburtstagsfeiern oder Spiele angemietet werden.

7. Belebung der Knittelfelder Vereine

In Knittelfeld übernehmen die Vereine wichtige Aufgaben für Sport, Kultur und Gesellschaft. Vereine bringen Menschen zusammen und ermöglichen Gleichgesinnten ihre Interessen miteinander zu teilen. Das BürgerInnenbudget soll für Projekte von und für Vereine zur Verfügung gestellt werden und hat das Ziel, Knittelfelder Vereine zu beleben und in den Vordergrund zu rücken.

8. Hier könnte deine Idee stehen!
Was wäre echte BürgerInnenbeteiligung, wenn nicht auch die BürgerInnen selber ihre Ideen einbringen könnten? Sie können ihre Projektideen auf der Abstimmungskarte notieren!

Die Patinnen und Paten vom Knittelfelder Stadtentwicklungskonzept 2.0
Die Patinnen und Paten begleiten die Handlungsfelder der Stadtentwicklung. Diese sind ihre „Patenkinder“, deren Entwicklung sie beobachten und moralisch unterstützen. Sie garan¬tieren die Verankerung der Ziele und Zukunftsstrategien im Stadtentwicklungsprozess. Sie sollen die Umsetzung einmahnen und Abweichungen aufzeigen. Sie sollen dafür sorgen, dass es ihrem „Patenkind“ gut geht.

•    Mag.a  Ingrid Kaltenegger, Leiterin Schulchor BG/BRG Knittelfeld (Kultur)
•    Dr. Manfred Pölzl, Obmann der Stadtkapelle Knittelfeld (Kultur, Vereine)
•    DI (FH) Herbert Katzmann, Vorstand OWG (Wohnen, Lebensraum)
•    Wolfgang Marchler, Unternehmer (Wirtschaft, Innenstadt)
•    Manuel Trausenegger, Fachexperte für Interessensvertretung (Jugend)
•    Stocker Peter, Initiator der ÖBB Lehrwerkstätte (Ausbildung, Arbeitsplätze)

Beteiligungsprojekt „#DeinKnittelfeld“ Jugendbudget 2020
„Dein Knittelfeld, deine Vorschläge und 10.000 Euro für deine Idee!“ Beim Beteiligungsprojekt „#DeinKnittelfeld“ können Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren ihre Ideen für die Stadt einbringen und aktiv an deren Entwicklung mitwirken. Die Wünsche und Anliegen müssen auf die dafür vorgesehenen Postkarten, die in den Schulen ausgeteilt werden, aber auch im Bürgerbüro, in der Stadtbibliothek und im Jugendzentrum aufliegen, geschrieben werden.

„Dabei sind kaum Grenzen gesetzt. Events wie Ein-Tages-Festivals, Gestaltungen in der Stadt, Projekte im Sport und Freizeitbereich oder völlig neue Ideen haben Platz“, zählt Daniela Knafl, die Stabstellenleiterin des Büros für Kinder, Jugend und Familie der Stadtgemeinde einige Möglichkeiten auf.
Es bleibt dabei aber nicht nur beim Einsammeln von Ideen. Mit den Jugendlichen werden Vorschläge weitergedacht und gemeinsam umgesetzt. „Dafür wird sich die Stadtgemeinde heuer Zeit nehmen und an den Ideen dranbleiben. Das Gemeinsame steht sicher im Vordergrund. Wir wollen ein Miteinander fördern und Jugendlichen Chancen zum Mitgestalten geben, weiters werden Experten und Expertinnen eingebunden“ betont Bürgermeister Harald Bergmann und stellt klar, wie wichtig es ist, Jugendliche in das Stadtgeschehen miteinzubeziehen.
Dank beteiligung.st, der Fachstelle für Kinder-, Jugend und BürgerInnenbeteiligung, hat die Stadtgemeinde einen Kooperationspartner mit im Boot: Daniela Köck, die Geschäftsführerin, bestätigt die Wichtigkeit solcher Initiativen: „Jugendliche sind Teil der Gesellschaft, Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt. Mit diesem Aktionsbudget bekommen sie die Möglichkeit eigene Ideen mit Unterstützung zu verwirklichen. Selbst aktiv zu werden und zu handeln, steht im zweiten Schritt im Mittelpunkt.“
Als Anreiz werden unter allen Einsendungen zwei Sparbücher („Investition in deine Zukunft“) im Wert von jeweils 500 Euro verlost: Je einmal unter allen Teilnehmenden und unter den Jugendlichen, die an der Umsetzung mitarbeiten. Ein Sparbuch wird von der Steiermärkischen Sparkasse Knittelfeld gesponsert.

Harald Bergmann: „Ich bin der Überzeugung, dass die Jugendlichen selbst am besten wissen, was sie brauchen und welche Maßnahmen unsere Stadt lebenswert machen.“

Das Projekt wird vom Büro Kinder, Jugend und Familie der Stadtgemeinde Knittelfeld wie bereits erwähnt in Zusammenarbeit mit beteiligung.st umgesetzt.


07.02.2020