Seit 2014 65 Neueröffnungen und 18 Betriebsübernahmen in Knittelfeld

Finanzstadtrat Harald Bergmann, BGM Gerald Schmid und IGK-Obmann Jörg Opitz.

Seit der Initiierung des Knittelfelder Stadtentwicklungsprozesses 2014, ist es gelungen, dass sich 65 Unternehmen in der Stadt angesiedelt haben und 18 Betriebe übernommen wurden. 55.000 Euro an Wirtschaftsförderungen sind ausbezahlt worden.

Ziele des Stadtentwicklungsprozesses werden umgesetzt – rund 70 Maßnahmen bereits beschlossen und durchgeführt
Die Stadtgemeinde Knittelfeld arbeitet seit 2014 engagiert und zielstrebig an der Weiterentwicklung der Stadt. Grundlage dafür ist der von Bürgermeister Gerald Schmid initiierte Stadtentwicklungsprozess „Gestalten wir Zukunft“. Das Team rund um Schmid hat in dutzenden, öffentlichen Workshops mehr als zwei Jahre hindurch mit Handel, Wirtschaft, Gastronomie und der Bevölkerung die Entwicklungsstrategie erarbeitet. Diese wurde im Gemeinderat einstimmig beschlossen. In der Strategie sind acht Ziele definiert. Die dafür notwendigen Maßnahmen werden seit drei Jahren laufend umgesetzt. Rund 70 wurden schon im Gemeinderat beschlossen. Beispiele dazu sind: das Haus der Vereine, laufende Wirtschaftsförderungen, Betriebs-Neuansiedelungen, bestehende Betriebe unterstützen, Handel, Beherbergung und Gastronomie stärken, Belebung der Innenstadt durch Events und vieles mehr. Das größte Projekt ist die Innenstadt-Attraktivierung mit der Neugestaltung des Hauptplatzes.

Heuer bereits 17 neue Betriebe eröffnet
„Mit dem Stadtentwicklungsprozess konnten wir das Image unserer Stadt ins Positive drehen. Der Aufschwung ist spürbar. Durch viel Engagement und gelebten Zusammenhalt von Handel, Wirtschaft und Gastronomie ist es uns gelungen, dass kleine sowie große Betriebe in den Standort Knittelfeld investieren. Allein heuer konnten wir bereits 17 neue Betriebe eröffnen. Das reicht von Handelsgeschäften über Dienstleistungsfirmen bis hin zum Gesundheitsbereich“, so Bürgermeister Gerald Schmid, der stolz auf die Bilanz ist. Allein in den vergangenen Wochen standen neun Eröffnungen auf dem Programm. Darunter auch die Praxiseröffnungen von Psychiater Dr. Markus Magnet und der Allgemeinmedizinerin Dr.in Anabel Dietmaier, die Übersiedelung der EFS-Employer GmbH sowie die Einweihung des neuen EHK-Schauraums. Der „Prankher Wirt“ Peter Dietrich startete mit seinem Lokal „Genuss Meister“ am Hauptplatz. Ebenso am Hauptplatz siedelte sich das Kindermodengeschäft „Emely“ an. In der Wiener Straße entstand eine Mietwerkstatt „Motor Junkies“, in der man sich einmieten und sein Fahrzeug selbst oder mit Hilfe reparieren kann. Weiters bekamen die Jet-Tankstelle und die Flohmarkthalle „Trödel Flo“ jeweils neue Besitzer.

Sechs neue Ärzte in zwei Jahren
Knittelfeld ist in der glücklichen Lage, dass alle ausgeschriebenen Fachärzteplanstellen besetzt sind. In den vergangenen beiden Jahren haben sich der Zahnarzt DDr. Primoz Ivancic, (der einzige Kieferchirurg in den Bezirken Murtal und Murau), die Fachärztin für Innere Medizin, Dr.in Helga Prettenthaler, und der Hautarzt Priv.-Doz. Dr. Peter Komericki angesiedelt. Als Nachfolgerin von Dr. Erwin Schönauer ist seit Sommer Dr.in Anabel Dietmaier im Einsatz, und am 1. Oktober eröffnete der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. Markus Magnet, in der Kärntner Straße 12 seine Praxis. Im April 2019 folgt mit Dr.in Bettina Rant die Nachbesetzung des HNO-Arztes.

Interessante Investoren warten auf Fertigstellung
Bürgermeister Gerald Schmid dazu: „Uns ist es gelungen, mit den bereits durchgeführten Maßnahmen und der Ankündigung der Innenstadtumgestaltung, neue Firmen nach Knittelfeld zu holen. Denn nur eine attraktive Innenstadt zieht auch Investoren an. Allein in den nächsten Jahren investieren Privatunternehmen 40 Millionen Euro in den Standort Knittelfeld. Es gibt bereits Interessenten, die uns mitgeteilt haben, dass sie nach dem Umbau des Hauptplatzes an eine Geschäftseröffnung in der Stadt denken.

55.000 Euro für Wirtschaftsförderung ausbezahlt, neues Modell in Planung
Die Stadtgemeinde arbeitet mit den Wirtschaftstreibenden eng zusammen. Als Anreiz für Unternehmensansiedelungen hat die Kommune attraktive Wirtschaftsförderungsmodelle im Bereich Bauen, Steuer oder Öffentlichkeitsarbeit eingeführt. So wurden seit 2014 insgesamt 55.230 Euro an Wirtschaftsförderungen ausbezahlt. Finanzstadtrat Harald Bergmann zieht Bilanz. „Waren es 2014 noch knapp über 800 Euro pro Jahr, so konnten wir vergangenes Jahr bereits über 20.000 Euro auszahlen. Heuer wird es noch mehr sein. Wir denken schon an ein neues und verbessertes Wirtschaftsförderungsmodell. Die Schwerpunkte sollen auf die Innenstadtgeschäfte sowie auf die Jungunternehmerunterstützung gesetzt werden.“

Neues Freiflächenmanagement
Damit Interessenten sich einen Überblick über freie Geschäftsräumlichkeiten verschaffen können, gibt es seitens der Stadtgemeinde auf deren Homepage ein Freiflächenmanagement. Das wurde gemeinsam mit Immobilienmaklern der Region und Immobilienbesitzern erarbeitet. Mit einem Klick erfährt man, welche Geschäfte wo und zu welchen Konditionen noch frei sind.

Innenstadtbelebung schreitet voran

Zahlen belegen, dass man mit einer erfolgreichen Stadt Knittelfeld rechnen kann. Es gibt neue Arbeitsplätze, und die Nächtigungszahlen in der Stadt sind dank des Tourismusverbandes und den Veranstaltungen am Red Bull-Ring um über 30 Prozent gestiegen. Trotz des Umbaus fanden auch heuer zahlreiche Veranstaltungen in der Innenstadt statt. Der Hauptplatz soll künftig regelmäßig bespielt werden, pro Veranstaltung können bis zu 3600 Personen Platz finden. Lob für die Innenstadtbelebungsmaßnahmen findet auch der Obmann des Vereins Einkaufsstadt Knittelfeld (IGK), Jörg Opitz. Er weist auf das positive Echo der Wirtschaftstreibenden hin, die insbesondere die durchgängige Befahrbarkeit und die breiten Gehsteige am neuen Hauptplatz schätzen.


22.10.2018