Baustart der Städtischen Bestattung sowie Umbau bestehender Objekte erfolgt!

Ing. Christian Wolf (Prokurist Bauer Bau), GR Wilfried Sturm, DIin Claudia Gruber, StR Erwin Schabhüttl und BGM Harald Bergmann. Dahinter 2. Vzbgm. Rene Jäger und GR Josef Meszlenyi.

Am Knittelfelder Friedhofsgelände werden Verwaltungsräumlichkeiten für das neue städtische Bestattungsinstitut „Aura“ errichtet. Weiters baut man die bestehende Verabschiedungs- und die Aufbahrungshalle sowie die Friedhofsverwaltung um. Der Spatenstich fand am 26. April mit Bürgermeister Harald Bergmann, Stadtrat Erwin Schabhüttl und Architektin DIin Claudia Gruber statt. Die Fertigstellung ist für Herbst geplant.

Stadt gründete Bestattung
Derzeit gibt es in Knittelfeld zwei Bestattungsunternehmen, wobei eines davon ihren Betrieb einstellen möchte. Um in Knittelfeld die kommunale Daseinsvorsorge zu stärken, wurde eine städtische Bestattung Namens „Aura – Bestattung der Stadt Knittelfeld GmbH“ gegründet. Bürgermeister Harald Bergmann dazu: „Es macht Sinn, dass die Stadtgemeinde Knittelfeld sich in diesem Gewerbe engagiert, zumal es in Zukunft nur mehr einen Bestatter in der Stadt gegeben hätte. Wir haben uns als Standort das Friedhofsgelände ausgesucht. Die Vorteile für die BürgerInnen sind die kurzen Wege. Denn die Friedhofsverwaltung, die Aufbahrungs- und Verabschiedungshalle, das Krematorium sowie das neue Unternehmen sind auf einem Areal angesiedelt. Am 1. November soll die neue Bestattung in Betrieb gehen.“

Zubau Verwaltungsräumlichkeiten für die neue Bestattung und Errichtung einer Urnenmauer
Damit das neue Bestattungsunternehmen unabhängig von der Friedhofsverwaltung arbeiten kann, baut man an die bestehenden Räumlichkeiten einen eigenständigen Verwaltungstrakt an. Die Fundamentplatte ist errichtet, die Firmen sind am Werken. Der Zubau umfasst eine Erschließungszone, drei Verwaltungsbüros mit Besprechungsmöglichkeiten, einen Kopier- und Abstellraum sowie einen Sarg- und Urnenausstellungsraum. Der Ausstellungsraum wird im Bereich der jetzigen Friedhofsverwaltung situiert.
Auch ein Ersatzbüro für die Friedhofsverwaltung wird geschaffen. Diese ist vorübergehend in einem Container nahe der Baustelle angesiedelt und wird dort solange bleiben, bis der Bau fertig gestellt ist. Im Rahmen der Bauarbeiten musste eine bestehende Urnenmauer abgetragen und an einer anderen Stelle errichtet werden. Der Zubau ist mit über 421.000 Euro budgetiert. „Uns ist es wichtig, dass heimische Unternehmen am Bau beteiligt sind. Zwanzig an der Zahl konnten wir gewinnen“, so Baustadtrat Erwin Schabhüttl.

Umbau Verabschiedungs- und Aufbahrungshalle
Bei einem Rundgang erklärte Architektin Claudia Gruber die geplanten Umbauarbeiten. Die bestehende Verabschiedungshalle und die Aufbahrungsräumlichkeiten werden aufgrund der langjährigen Nutzung saniert und modernisiert. Konkret erneuert man in der Aufbahrungshalle die Böden und eine Akustikdecke wird eingebaut. Statt den derzeitigen Kojen werden vier Verabschiedungsräume errichtet. Drei mit je 20m² und einer mit 35m², indem man auch eine Verabschiedung im engsten Familienkreis durchführen kann. In der Verabschiedungshalle erneuert man sämtliche Oberflächen und baut zusätzliche Lichtquellen ein. Auch eine Fußbodenheizung wird installiert. Die technischen Einrichtungen wie Beleuchtung oder Beschallung werden an die zeitgemäßen Erforderlichkeiten angepasst. Zusätzlich wird der Raum mit Multimediatechnik ausgestattet. Alles in allem ist mit einem Kostenaufwand von rund 408.000 Euro zu rechnen.

Beide Vorhaben (Zubau und Sanierung) sind eigenständige Projekte, die jedoch im Zeitraum zwischen April und Ende Oktober realisiert werden. Die Eröffnung sollte am 1. November stattfinden.


26.04.2021