Moscheen Errichtungs-, Erhaltungs- und Verwaltungsverein Knittelfeld

Bild des Gebäudes vom Islamischen Kulturverein in Knittelfeld.
Gebäude Islamischer Kulturverein.

Weiteres brachte die Zuwanderung nicht wenige Menschen islamischen Glaubens nach Knittelfeld. So entstand 2009 der „Islamischer Kulturverein in Knittelfeld“. Etwa 5,2% der Knittelfelder Bewohner bekennen sich zum Islam. Islam, arabisch islãm, bedeutet Unterwerfung (unter Gott), völlige Hingabe (an Gott). Im deutschsprachigen Raum bezeichnen sich die Anhänger islamischen Glaubens auch als „Muslime“ oder „Moslems“. Muslim, arabisch muslim, bedeutet der sich (Gott) Unterwerfende oder sich (Gott) Hingebende. Muslim ist nach islamischem Selbstverständnis ein Monotheist, der Mohammed als letzten Propheten und Allah als (einzigen) Gott anerkennt.    
Was für die christlichen Religionen die Bibel und als Symbol das Kreuz ist, ist für den Islam der Koran (arab. al - qur' ãn= die Lesung, Rezetierung, Vortrag)  – das unverfälschte Wort Gottes - und als Symbol der Halbmond. In Österreich sind die Anhänger des Islams nach hanafitischem Ritus als Religionsgesellschaft seit 1912 (Islamgesetz, RGBl. Nr. 159/1912) gesetzlich anerkannt. Hanafiten gehen auf Abu Hanifa an-Nu'man ibn Thabit – der größte Imâm (Vorsteher, Vorbild, Vorbeter) zurück. Das Islamgesetz war die Konsequenz der Annexion Bosnien-Herzegowina durch die Habsburger-Monarchie, da dadurch eine große Zahl von Muslimen zum Habsburgerreich kamen. Der Soldatenfriedhof in Knittelfeld erinnert heute noch an diese Zeit, da dort Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg bosnischer Herkunft mit islamischen Glauben beerdigt sind. Der Verfassungsgerichtshof hat die Wortfolge „nach hanafitischen Ritus“ als verfassungswidrig im März 1988 (BGBl. Nr. 164/1988) aufgehoben, somit wurde das Gesetz auf alle Muslime erweitert.