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Veranstaltung zum Internationalen Frauentag

STRin Renate Pacher, GRin Regina Biela und GRin Heidi Krainz-Papst.

Bereits zum 3. Mal führt die Stadtgemeinde Knittelfeld eine Veranstaltung zum Internationalen Frauentag durch. Sie findet am Donnerstag, 8. März um 19 Uhr im großen Saal des Kulturhauses statt. Der Eintritt ist frei.

Programm:
Kulturell wird die Veranstaltung durch Musikdarbietungen der Sopranistin Angelika Niakan und Hanna Bachmann am Klavier umrahmt. Thematisch geht es um die Lebensgeschichten der Künstlerehepaare Clara und Robert Schumann sowie Fanny Hensel-Mendelssohn und Felix Mendelssohn-Bartholdy.

In einem Kurzvortrag „Internationaler Frauentag – warum?“ wird Frauenreferentin Renate Pacher die Entstehungsgeschichte des Internationalen Frauentages erläutern und auf die nach wie vor bestehende Aktualität der Frauenrechte eingehen.

In einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Frauen berichten aus ihrem Alltag“ berichten Knittelfelder Frauen aus unterschiedlichsten Lebensbereichen, über ihre Lebenssituation und ihre Alltagserfahrungen.

Durch das Programm führt die Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Tourismus, GRin Heidemarie Krainz-Papst, die Podiumsdiskussion moderiert die Referentin für Kinder, Jugend und Familie, GRin Regina Biela.

Warum ist eine Veranstaltung zum Internationalen Frauentag wichtig?
Obwohl der Internationale Frauentag heute breites öffentliches Interesse erfährt, sind die Anliegen, die zur Entstehung dieses Tages geführt haben, in wichtigen Bereichen noch immer nicht umgesetzt. Das Frauenwahlrecht wurde zwar erreicht, aber ein Blick auf die Liste der Forderungen der ersten österreichischen Demonstration im Jahr 1911 zeigt, dass noch viel zu tun ist. Deshalb ist der Aktionstag für die Rechte der Frauen – leider – auch nach über 100 Jahren aktuell.

Was ist der Internationale Frauentag?
Der Gedanke eines Internationalen Frauentages als Aktionstag zur Durchsetzung von Frauenrechten geht auf die Arbeiterinnenbewegung um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zurück. Im Jahr 1910 wurde in der 2. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen die Durchführung eines jährlichen Internationalen Frauentages beschlossen, aber noch kein konkretes Datum festgelegt.
Der erste Internationale Frauentag fand dann am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA statt und war ein voller Erfolg. Mehr als eine Million Frauen beteiligten sich, eine bis dahin beispiellose Massenbewegung. In Wien gingen 20.000 Frauen auf die Straße. Ihre Forderungen waren: allgemeines Frauenwahlrecht, Arbeitsschutzgesetze, Mutter- und Kinderschutz, 8-Stunden-Tag, gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Senkung der Lebensmittelpreise, Einführung einer Sozialversicherung, die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs und die Verhinderung des sich am Horizont bereits abzeichnenden 1. Weltkrieges.
In der 2. Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen wurde beschlossen, in Gedenken an den Arbeiterinnenstreik von Petrograd, der ein wichtiger Anstoß zur russischen Februar-Revolution war, den 8. März als Datum festzulegen.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Internationale Frauentag verboten und durch den Muttertag ersetzt. Nach dem Ende von Faschismus und Weltkrieg, konnten die Frauen erstmals wieder 1947 eine Großkundgebung in Wien durchführen.
Durch das Erstarken der Frauenbewegung in den 60-iger und 70-iger Jahren, gewann auch der Internationale Frauentag wieder an Bedeutung. 1977 verabschiedete die UNO eine Resolution, in der alle Staaten aufgefordert wurden, einen Tag des Jahres zum „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“ zu erklären.
Heute wird der Internationale Frauentag am 8. März gefeiert. Er ist für Frauen auf der ganzen Welt ein wichtiges Datum. In einigen Ländern ist er sogar ein gesetzlicher Feiertag.

Musikalische Darbietung
Auch in der musikalischen Darbietung geht es um das Thema Frauen. Die beiden Künstlerinnen zeigen musikalisch auf, dass das Leben der Frauen im 19. Jahrhundert nicht einfach war.

Die Sopranistin Angelika Niakan, sammelte erste Bühnenerfahrungen in der Musik- und Kunstschule Leoben. 2014 schloss sie ihr Gesangsstudium am Mozarteum Salzburg und 2017 das weiterführende Masterstudium an der Kunstuniversität Graz mit Auszeichnung ab. Künstlerische Impulse erhielt sie von den Kammersängerinnen Ildiko Raimondi, Christa Ludwig und Elena Filipova, weiters von Angelika Kirchschlager, Wolfgang Müller-Lorenz und Maris Skuja.
Im Sommer 2014 trat die Sopranistin durch ein Stipendium für das „American Institute Of Musical Studies“ (AIMS) in Graz bei Orchesterkonzerten auf. Neben regelmäßigen Opern- und Operettenauftritten, gestaltet Angelika Niakan, Liederabende und geistliche Konzerte. Zuletzt war sie als Solistin in Händels „Messias“ in der Mozartfassung im Kulturhaus Knittelfeld und in Carl Orffs „Carmina burana“ in Kapfenberg zu erleben. Zu ihrem Repertoire zählen Rollen wie Clorinda in Rossinis „La Cenerentola“, Serpina in Pergolesis „La Serva Padrona“, Frasquita in Bizets „Carmen“, Valencienne in Lehàrs „Die lustige Witwe“, Gretel in Humperdincks „Hänsel und Gretel“, sowie die Mozart-Partien Susanna, Pamina und Despina.
Niakan ist Preisträgerin des Wettbewerbs Accademia Belcanto „Beste Nachwuchssängerin“, Finalistin des Dostal-Operettenwettbewerbs, sowie dreifache Preisträgerin des Wettbewerbs „Prima la musica“. 2015 erhielt sie ein Stipendium des Österreichischen Bundeskanzleramtes für Kunst und Kultur.

Hanna Bachmann spielt mit großer Musikalität, Kreativität und hohem technischen Können. Mit zwölf Jahren wurde die 1993 geborene Musikerin am Landeskonservatorium Feldkirch aufgenommen, danach wechselte sie nach Wien. Ab 2011 studierte sie an der Universität Mozarteum Salzburg, wo sie 2015 ihr Bachelor- und zwei Jahre später ihr Master-Studium mit Auszeichnung absolvierte. Zusätzliche künstlerische Impulse erhielt sie unter anderem von Elisabeth Leonskaja, Elisso Virsaladze und Daejin Kim.
Sie nimmt regelmäßig an Konzerten in ganz Europa teil. Besonders hervorzuheben sind dabei die Auftritte im Beethovenhaus Bonn. Sie feierte außerdem mehrfache Solo- und Kammermusikauftritte beim Blüthner-Zyklus Wien und wirkte bei der ‘Ambassadors-in-Concert-Gala’ 2017 mit. Auch beim ‘Kultursommer.Semmering’ 2017 war sie mehrfach dabei. Highlights des laufenden Jahres sind Auftritte in Großbritannien und Mexiko, wie auch beim Bodenseefestival. Zu ihren Kammermusik- und Liedpartnern zählen unter anderem Angelika Niakan, Isabel Pfefferkorn, Lea Müller, Maximilian Hörmeyer, Dominik Wagner, Veronika Blachuta und Julia Hagen. Vielfach bei nationalen und internationalen Klavierwettbewerben ausgezeichnet, gewann Hanna Bachmann unter anderem den ersten Preis beim ‘International Bachelor Piano Award 2015’ in Düsseldorf und erhielt 2017 das Stipendium des Vorarlberger Richard-Wagner-Verbandes. Ihre Debüt-CD erschien im November 2016.