Knittelfeld präsentiert seinen Stadtimker

Knittelfeld summt
Mit dem Vorsatz, Knittelfeld soll Vorbild für BürgerInnenbeteiligung sein startete 2020 das Projekt „BürgerInnenbudget“. Alle wahlberechtigten BürgerInnen wurden eingeladen mitzugestalten und zu entscheiden, was mit den 50.000 Euro umgesetzt werden soll. Sieben Ideen standen zur Auswahl aber auch eigene Ideen konnten eingebracht werden. Aus den zahlreichen Einsendungen ging klar ein Favorit hervor: die Initiative „Knittelfeld summt“.

Der Stadtimker von „Knittelfeld summt“

Die Initiative „Knittelfeld summt“ steht für Aktivitäten zur Schaffung von Lebensraum für Insekten, die Aufstellung von Bienenstöcken, die Aussaat von Bienen- und Schmetterlingswiesen auf öffentlichen und privaten Flächen sowie die Pflanzung von Wildblumen.
Um eine nachhaltige Lösung für diese Initiative zu schaffen wurde ein Stadtimker initiiert. Philipp Opresnik hat im zweiten Bildungsweg die Ausbildung zum Facharbeiter in Bienenwirtschaft im Jahr 2020 abgeschlossen. Von 2021-2023 wird er die Meisterausbildung Bienenwirtschaft abschließen. Er ist somit die perfekte Besetzung für diese Position. Er hat heuer die ehrenvolle Aufgabe, 50 Bienenstöcke und im nächsten Jahr bis zu 100 Stöcke zu betreuen.
Die ca. 2,5 Millionen fleißigen MitarbeiterInnen der Stadtgemeinde gehören zur Gattung der Carnica Bienen. Sie leben in karminroten Bienenstöcken im Stadtgebiet (Stadtpark, Zirkusplatz, Lässer Au, Friedhof, Uitz Mühle Pumpwerk). Produzieren werden sie Waldhonig und Blütenhonig unter dem Titel „Honig vom Stadtimker“. Dieser ist in 500 oder 250 Gramm Gläsern im „Lieblingsgreissler“ (Hauptplatz 15/Top 7, vormals Sigis Bauernladen) erhältlich.
Der Stadtimker wird sowohl Workshops abhalten als auch in Schulen und Kindergärten das Bewusstsein für die summenden Insekten schaffen und immer wieder Führungen zu seinen Bienenstöcken organisieren. Auch wird er beratend zur Seite stehen, sollte sich jemand überlegen einen bienenfreundlichen Garten anzulegen oder mehr Informationen zur Imkerei benötigen. Generell soll in der Bevölkerung eine Sensibilisierung für die Wichtigkeit der Bestäubungsfunktion von Insekten geschaffen werden. Denn „Geht’s den Bienen gut, geht’s uns allen gut“, so der Stadtimker Philipp Opresnik.

Vieles ist bereits erreicht
Bereits in den Jahren zuvor wurden in Knittelfeld sukzessive Aktivitäten zur Verbesserung der Umwelt umgesetzt. So ist Knittelfeld bereits seit 2017 glyphosatfreie Gemeinde. Um dennoch Unkrautentfernungen durchführen zu können, wurde ein Heißschaumgerät angeschafft. Dabei wird das Heißwasser mit über 95°C und erhöhtem Druck auf die Pflanzen aufgebracht. Ein zusätzlicher Schaumteppich hält die Temperatur. Das biologische Mittel besteht aus Rohrzucker, Maisstärke und Kokosöl und verflüchtigt sich nach ungefähr 10 Minuten.
Zahlreiche Bienen- und Schmetterlingsweiden wurden angelegt. So etwa am Grünen Weg, dem Treppelweg, der Esperantostraße, beim Brunnen in Großlobming oder dem Pumphaus in Maßweg. Auch die dort angelegte Streuobstwiese dient als Rückzugsort für unzählige Insekten. Die blühenden Stauden in den Parkanlagen dienen ebenfalls als Nahrung für Krabbeltiere und Vögel. Und wer glaubt, sämtliche Blumenbeete und Rabatte werden nur mit hübschen Blumen bestückt, der irrt. Auch diese Blumen dienen als Nahrung für Biene Maja und Co.

Insektenhotels aufgestellt
Die SchülerInnen des Knittelfelder Gymnasiums beschäftigten sich mit dem Artensterben im Insektenreich. Daher wurden zwei fächerübergreifende Projekte in Biologie und Werken umgesetzt. Die 6b Klasse hat zusammen mit den ProfessorInnen Mag.a Lisa Vollmann, MMag. Gert Aumayer und dem Direktor Mag. Dr. Jörg Ladstätter ein Insektenhotel gebaut. Dieses wurde auf dem Gelände der Betriebe der Wasserwirtschaft, beim Brunnen Uitz Mühle in Apfelberg aufgestellt. Auch die 2c Klasse hat unter der Leitung von Prof.in DIin Mag.a Sylvia Thierrichter sechs Insektenhäuschen gebaut. Vier davon fanden im Knittelfelder Stadtpark Platz. Sogar im Schulhof wird ein Insektenhotel errichtet. Damit sind die Insektenunterkünfte bezugsfertig. Aber dass es manche Bienenvölker, vor allem die Wildbienen, etwas rustikaler mögen, sieht man an einem Wildbienenstock in der Brunnerkreuzallee. Dort haben sich die sechsbeinigen Nützlinge in einem Baum niedergelassen.
Generell wurden in vielen Schulen und Kindergärten bereits Projekte rund um Insekten und Bienen umgesetzt. Es wurden Lieder geschrieben, Honigbrote geschmiert und zahlreiche Bienchen gebastelt.

Bienenpatenschaft

Sie können die tausenden fleißigen HelferInnen als Familie, Privatperson oder Firma mit einer Bienenpatenschaft unterstützen. Ihr wertvoller Beitrag hilft den Bienen, der Umwelt und dem Imker, sein Handwerk aufrecht zu erhalten.
Die große Patenschaft beinhaltet ein Schild mit Namen am Bienenvolk, 5 kg Honig pro Jahr (in 250g oder 500g Gläsern), eine Urkunde und einen Beitrag in der Gemeindezeitung. Die Kosten für die große Patenschaft belaufen sich auf 250 Euro pro Jahr.
Für eine kleine Patenschaft bekommt man eine Urkunde, 1 x 250g Honig mit Honiglöffel, einen Besuch des Bienenstocks mit dem Stadtimker und weitere kleine Überraschungen. Weiters wird unter allen Patenschaften ein Geschenkskorb im Wert von 50 Euro verlost.
Einfach einen Erlagschein ausfüllen oder online spenden.
Stmk. Sparkasse
IBAN AT33 2081 5000 4032 3024
BIC STSPAT2GXXX

Hier kommen Sie zu den Formularen:

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Stadtimker Philipp Opresnik
Tel.: 0664/80047150
E-Mail: stadtimker(a)knittelfeld.gv.at